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Das Jahr neigt sich dem Ende und wir drehen nochmal richtig auf:
Eine 63er Jazzmaster und ein 62er Gretsch Amp mit 61er Reverb Unit im Neuzustand!!

Die blonde Jazzmaster stammt tatsächlich aus 1. Hand. Der einzige Vorbesitzer war viel unterwegs mit ihr. Seine Erste band waren „the rhythmicals“, und die Jungs waren gut gebucht. Sie spielten im Alten Schützenhaus in Mannheim jedes Wochenende Freitag, Samstag und Sonntag ab 20 Uhr.

Mit der 2. Band „The Steelman Brothers“ war die Gitarre mit “ Hazy Osterwald “ auf der Bühne und bei einem Event in Mannheim mit “  Ivan Rebroff „.
Weil sie ihm nicht mehr schön genug war hat er sie dann vor etwa 20 Jahren beim Munich Repair Shop in München neu lackieren lassen. Nicht die beste Idee 🙁

Der blonde Lack wurde durch ein Vintage White ersetzt. Die 5 Löcher in der Kopfplatte von einer Tielmann modifikation wurden dabei verschlossen und die Kopfplatte in der gleichen Farbe lackiert. Das war in den 60ern eine beliebte Modifikation, bei der zusätzliche Mechaniken in die Kopfplatte montiert und zusätzliche Oktav-Saiten aufgezogen wurden um einen 12-String-Sound zu bekommen.

Natürlich bekam sie ein neues Decal, aber alles andere ist original. Der Hals ist mit 4 JUL 63B gestempelt, die Potis mit 304-6132 und 304-63xx und die Mechaniken mit D-169400. Nur der Koffer hat die Strapazen nicht überlebt und wurde ersetzt.

Der Gretsch Executive Amp von 1962 hat eine eher traurige Geschichte. Der Vorbesitzer hat berichtet, daß er den Verstärker in USA aus einem Nachlass erworben hat. Der junge Erstbesitzer war recht bald nach dem Erwerb  bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen und seine Eltern hatten sein Zimmer so belassen, wie es war. Erst nach deren Tod wurde der Verstärker verkauft.

Der Amp hat zwei Eingänge mit je einer BASS und TREBLE Buchse und Reglern für VOLUME und TONE. Das eingebaute Tremolo läßt sich mit den Reglern INTENSITY und SPEED einstellen. Der Jensen C15P wird von einer Endstufe mit zwei originalen RCA 5881 befeuert. Ein 4″ Hochtöner sorgt für glitzernde Höhen. Da der Verstärker die Jahrzehnte quasi unbenutzt überstanden hat ist sein Zustand als mint zu bezeichnen. Allerdings mussten die Elkos im Netzteil ersetzt werden, die waren nach so langer Zeit ohne Betrieb ausgetrocknet.

Die Geschichte der 61er Gretsch Reverb Power Unit mit der Nummer 6149 ist leider nicht bekannt. Aber auch hier ist der Zustand unglaublich gut.
Das Power im Namen verdankt das Gerät seiner Endstufe mit zwei 6973 Endstufenröhren. Das Eingangssignal kommt vom Lautsprecherausgang eines beliebigen Verstärkers, der Reverb-Sound wird dann über den eingebauten Jensen C10R wiedergegeben. Quasi ein frühes Dry-Wet-System.

Die Stärke des Reverb-Signals wird mit dem INTENSITY Regler eingestellt, der Effekt kann per Fußschalter eingeschaltet werden.
Durch den Abstand der beiden Lautsprecher ergibt sich ein unglaublich räumlicher Sound, der mit einem im Verstärker eingebauten Reverb nicht erzeugt werden kann.

Die Jazzmaster steht in der Lounge zum Antesten und Kaufen bereit.
Die beiden Gretsch Geräte hat der Christoph vor ein paar Monaten zum Verkauf gebracht, aber das konnte ich nicht zulassen, und so bleiben sie jetzt in meiner kleinen Amp Sammlung.

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