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Der Juni bringt zwei Neuheiten aus der Captain Collection, die für sich jeweils ein Novum darstellen.
Die Rocket Roll ist die erste Ibanez in meiner Sammlung. Nicht dass sich die Gitarren nicht mag, aber mir ist einfach noch keine über den Weg gelaufen. Diese Schönheit mit dem wenig erotischen Namen 2387CT sieht einer 58er Gibson Flying V verdammt ähnlich. Die Japaner haben Ende der 70er schamlos bis ins Detail kopiert, was nicht bei 3 auf dem Baum war. Was ja schliesslich auch vor Gericht geendet ist und diesen Modellen den Beinamen Lawsuit Guitars einbrachte.
So genau haben sie es bei der Materialauswahl aber dann doch nicht genommen, denn der Body besteht aus japanischer Sen Esche, Korina war wohl nicht aufzutreiben.

1969 Fender Twin Reverb

Zweites Novum: Der Amp, der aussieht wie ein AC30, ist mein allererster AC15. Ich weiss nicht, wieviele AC30 hier schon durchgelaufen sind, und ich hab ja auch ein paar in meiner Sammlung, aber einen 15er hatte ich noch nicht. Und auch die AC15, die zur Reparatur in die Werkstatt kamen, kann man locker an einer Hand abzählen. Da hab ich nicht lang gezögert, als ich dieses Exemplar in Holland gefunden habe. Und ehrlich, das ist nochmal ne andere Nummer! So ein früher AC30 in ordentlichem Zustand ist schon was Feines. Aber bis er richtig Spaß macht ist der schon so laut, dass man nach fünf Minuten freiwillig die Regler runterdreht. Der hier zerrt schon bei gehobener Zimmerlautstärke und man kann garnicht aufhören.

Wir haben diese Gitarre in unserer Wekstatt restauriert, das Pickguard war reichlich durchlöchert und die Schaltung ordentlich verschlimmbessert. Glücklicherweise fand sich in Ebaykleinanzeigen ein NOS-Schlagbrett, das zwar nur unter Androhung roher Gewalt von seiner Papierabdeckung zu befreien war, aber die geplante Anfertigung eines neuen Pickguards obsolet gemacht hat. Die vom Vorbesitzer verbauten Seymour Duncan Pickups passen ganz gut zur Gitarre, vielleicht hol ich mir nochmal PAFs vom David Barfuss, wär sicher noch ne Aufwertung. Die Lady macht tierisch Spaß, ist ultraleicht und rockt wie Sau. Wenns wieder los geht werd ich sie mal im Live-Einsatz testen.

Zusammen mit meinem alten Dallas Rangemaster ist das dann der pure Wahnsinn. Man kann am Volumen des Hals-Humbuckers bis Clean runterregeln und es wird nicht mumpfig. Dann schaltet man auf den voll aufgerissenen Steg-Humbucker um und brät einen raus, dass es einem die Tränen in die Augen treibt. Sowas kann man auch in hundert Jahren nicht digital simulieren.
Also: Immer schön analog bleiben!

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